Superfood-Trend: Sind jetzt Gerstengras, Rotes Maca, Quinoa, Spirulina wertlos?

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Welche Superfood-Trends die besten sind, muss jeder individuell herausfinden. Das heißt, dass Gesundheits- und Fitnessbewusste erst definieren sollten, worauf sie Wert legen und danach ihr persönliches Superfood auswählen.

Aktuelle Superfood-Trends unter die Lupe genommen

Wer sich mit dem Thema Ernährung befasst, kommt um aktuelle Superfood-Trends nicht herum. Dabei ist auffällig: Superfood wird umfassend vermarktet, doch nicht überall wird auf die tatsächlich feststellbare gesundheitliche Wirkung eingegangen.

Ein Grund mag sicherlich sein, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg für eine antioxidative Wirkung der Früchte gibt. Doch Anwender zeigen sich begeistert, berichten von einer weniger faltigen Haut, von mehr Energie und einem besseren Immunsystem. Ob dies immer an dem jeweiligen Essen liegt oder auch an einer gewissen Placebo-Wirkung, ist nicht bekannt.

Es ist aber auch völlig unerheblich, Hauptsache, die Menschen fühlen sich gut. Dabei sollte klar sein, dass das Superfood die gesunde und vollwertige Nahrung nur ergänzen und nicht ersetzen sollte. Das Gute daran: Die Nährstoffdichte ist bei allen Früchten, die den Superfood-Trends zuzuordnen sind, so hoch, dass schon wenige Löffel voller Beeren oder ein wenig Pulver täglich reicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Video: Superfoods – Was ist Superfood?

Superfood-Trend #1: Baobab

Die Früchte des Afrikanischen Affenbrotbaums, der auch als Baobab bezeichnet wird, werden meist zu Pulver verarbeitet, welches in Speisen und Getränke eingerührt werden kann. Baobab liefert vor allem Vitamin C und ist damit erste Wahl zum Pushen des Immunsystems. Außerdem sind jede Menge Antioxidantien, Kalzium und Eisen enthalten. Es wird vermutet, dass Baobab den Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten aktiv senken kann, damit wiederum ließe sich einem Diabetes vorbeugen.

Superfood-Trend #2: Camu-Camu

Camu-Camu wird meist zu Kapseln verarbeitet. Es handelt sich bei der Pflanze um einen Strauch aus der Familie der Myrtengewächse, die Früchte des Strauchs werden verwendet. Sie punkten vor allem durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und Eisen. Angeblich kann Camu-Camu gegen Entzündungen und Viruserkrankungen wirken, soll gut sein für Gelenke und für die Muskulatur. Sogar eine aphrodisierende Wirkung wird Camu-Camu nachgesagt.

Superfood-Trend #3: Quinoa

Quinoa gehört schon lange zu den bekannten Superfoods und wird wohl auch in Zukunft nicht durch neue Trends verdrängt werden können. Quinoa ist als Pseudogetreide perfekte für eine vegane und glutenfreie Ernährung geeignet. Das Gänsefußgewächs aus Südamerika dient als wichtige Eiweißquelle und sorgt für Abwechslung auf jedem Speiseplan. Quinoa liefert viele wertvolle Vitamine,
Spurenelemente und Mineralien und ist für seine antioxidative Wirkung bekannt.

Video: Heimisches vs. exotisches Superfood | Galileo | ProSieben

Superfood-Trend #4: Guarana

Die Kletterpflanze aus Südamerika gilt bei den dort Einheimischen schon seit Jahrhunderten als belebender Snack, wobei zum Essen die Fruchtkerne verwendet werden. Enthalten ist dort jede Menge Koffein, das nur langsam freigesetzt wird und so über viele Stunden wirken kann. Verdauung und Kreislauf sollen nicht negativ beeinflusst werden. Außerdem ist die antioxidative Wirkung immens, zumindest wird Guarana als Anti-Faltenmittel von innen empfohlen.

Superfood-Trend #5: Gerstengras

Gerstengras ist ebenfalls schon seit Langem als Superfood bekannt und wird den Grad der Beliebtheit wohl auch nicht so schnell einbüßen. Gerstengras wird sehr jung geerntet, die Blätter werden dann zu Pulver verarbeitet. Zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten, darunter Chlorophyll, Vitamine, Flavonoide, Antioxidantien und Proteine. Damit ist Gerstengras-Pulver auch für Power-Smoothies überaus geeignet und gehört natürlich in jede Liste mit den besten Superfoods.

Superfood-Trend #6: Weizengras

Wie auch Gerstengras wird Weizengras sehr jung geerntet und zu Pulver verarbeitet. Die zahlreichen Nährstoffe, die Weizengras zu einem Superfood werden lassen, bleiben damit erhalten. Angeblich wirkt Weizengras besonders gut gegen freie Radikale und hat damit sogar das Zeug dazu, Krebs vorzubeugen. Auch wenn es nicht wissenschaftlich bewiesen ist, dass diese Wirkung besteht, so ist sie doch zumindest möglich.

Superfood-Trend #7: Grüner Kaffee

Grüner Kaffee ist noch neu auf der Liste der Superfoods, doch er erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Bohnen, die nicht geröstet werden, enthalten sehr viel Chlorogensäure, die beim Rösten normalerweise zerstört wird. Diese Säure soll dazu beitragen, dass der Blutzuckerspiegel niedrig bleibt, was gut gegen Diabetes ist und auch eine „schlanke“ Ernährung unterstützt. Gerade bei Menschen, die abnehmen wollen, kann grüner Kaffee wahre Wunder bewirken.

Video: Kaffeemehl – das neue Superfood? | Galileo | ProSieben

Superfood-Trends treffen Wein: Wie gesund ist das?

Es gibt Superfoods, die sind scheinbar für die Kombination mit Wein gemacht. Speziell ist hier die Rede von Weißweinen wie dem Sauvignon Blanc oder dem Riesling. Sie werden gern zu Avocados gereicht, die roh oder auch mit viel Salz zubereitet genossen werden können. Avocados enthalten viele wertvolle Antioxidantien, die auch im Wein enthalten sind. Wein und Avocados sind daher ideale Partner, wenn es um das Thema Gesundheit geht. Wichtig ist aber, dass der Wein in Maßen getrunken wird, denn wie immer gilt: Allzu viel ist ungesund!

Avocados schmecken leicht nussig und ihr Aroma wird in Kombination mit Wein erst richtig hervorgebracht. Kein Wunder, dass die Chilenen gern Weißwein dazu reichen. Rotwein ist übrigens weniger geeignet, er ist zu schwer. Da aber schon die Avocado schwer im Magen liegen kann, ist ein schwerer Wein nicht zu empfehlen.

Neben den bereits genannten Weinen sind auch der Grüne Veltliner und der Grauburgunder ideale Ergänzungen zu dem Superfood aus Südamerika, das mit seinen Mineralstoffe und Vitaminen, mit Magnesium und Kalzium als Superfood zu überzeugen weiß.

Doch auch wenn Wein und Avocados eine wunderbare Kombination darstellen, so sind sie doch auch zusammen keine Vitaminkur. Sie sollten eine Mahlzeit nicht ersetzen, können aber durchaus zu einer gesunden Ernährung beitragen.

Die Kletterpflanze aus Südamerika gilt bei den dort Einheimischen schon seit Jahrhunderten als belebender Snack, wobei zum Essen die Fruchtkerne verwendet werden. ( Lizenzdoku: Shutterstock- guentermanaus)

Die Kletterpflanze aus Südamerika gilt bei den dort Einheimischen schon seit Jahrhunderten als belebender Snack, wobei zum Essen die Fruchtkerne verwendet werden. ( Lizenzdoku: Shutterstock- guentermanaus)

Fazit: Superfood-Trends als perfekte Ergänzung zur Vollwertkost

Einheimische Superfoods werden jetzt durch exotische Trends ergänzt. Zur einheimischen Petersilie, zum Brokkoli und zur Walnuss kommen jetzt Chlorella, Spirulina, Avocado und Camu-Camu hinzu. Diese sind nur Beispiele für eine große Auswahl an Superfoods, die ergänzend zu einer ohnehin schon gesunden Ernährung gegessen werden können. Sie liefern Energie und Vitamine, stellen eine geballte Ladung Gesundheit dar.

Sie unterstützen das Immunsystem und können sogar helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die Superfoods müssen nicht einmal täglich gegessen oder in Kapselform eingenommen werden, es reicht auch, damit ab und zu den Speiseplan zu ergänzen. Dieser sollte ansonsten aber auch aus gesunder Vollwertkost bestehen, denn selbst die besten Superfood-Trends können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Schwarzer

Hans-Jürgen Schwarzer leitet die Content-Marketing-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger, Gourmet, und Gourmand gehört er zu den Hauptautoren von heidel-schmecker.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatrioten herausragende kulinarische Erlebnisse besonders am Herzen.

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